{"id":766,"date":"2023-09-16T23:25:42","date_gmt":"2023-09-16T23:25:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/?page_id=766"},"modified":"2023-09-16T23:25:46","modified_gmt":"2023-09-16T23:25:46","slug":"goldlack","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/index.php\/pflanzenlisten\/zierpflanzen\/goldlack\/","title":{"rendered":"Goldlack"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Goldlack (Erysimum cheiri) ist in S\u00fcdeuropa rund um das Mittelmeer heimisch. Pflanzenliebhaber brachten ihn nach Mitteleuropa, wo er verwilderte. Oft siedelte sich die Wildform in Mauerritzen an, was ihm in Gro\u00dfbritannien den Namen &#8222;wallflower&#8220; einbrachte. Im fr\u00fchen Mittelalter z\u00e4hlte der Goldlack als duftiger Gartenbewohner in Ritterburgen und auch als Heilpflanze zu den beliebtesten Blumen \u00fcberhaupt. Von dort aus eroberte der Goldlack die Bauerng\u00e4rten und vielerorts die Herzen der Minnes\u00e4nger, die das &#8222;Mauerbl\u00fcmchen&#8220; als &#8222;Gelbveiglein&#8220; in ihren Liedern anpriesen. Erysimum cheiri geh\u00f6rt zur Familie der Kreuzbl\u00fctler (Brassicaceae), die sich durch viele weitere duftende Mitglieder auszeichnet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/15535227886_a45f6803f0_c.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-767\" style=\"width:374px;height:614px\" width=\"374\" height=\"614\" srcset=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/15535227886_a45f6803f0_c.jpg 487w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/15535227886_a45f6803f0_c-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Goldlack, botanisch bekannt als &#8222;Cheiranthus&#8220;, erhielt seinen Namen aus dem Griechischen, wobei &#8222;cheir&#8220; f\u00fcr Hand und &#8222;anthos&#8220; f\u00fcr Bl\u00fcte stehen. Dieser Name k\u00f6nnte auf die Handform der Bl\u00fcten hinweisen oder auf die Tatsache, dass sie als wohlriechende Pflanzen betrachtet wurden. Die Erstbeschreibung erfolgte durch den \u00f6sterreichischen Botaniker Heinrich Johann Nepomuk von Crantz im 18. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ideale Standort f\u00fcr den Goldlack  ist sonnig, mit nahrhaftem und gut durchl\u00e4ssigem Boden. Die Bl\u00fctezeit erstreckt sich von April bis Juli, wobei die Bl\u00fcten in verschiedenen Farben von verwaschenem Wei\u00df \u00fcber Gelb, Orange bis zu tiefem Rot variieren. Die Einzelbl\u00fcten haben einen Durchmesser von 2-3 cm und sind intensiv duftend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fruchtreife erfolgt von August bis Oktober, wobei die Fr\u00fcchte schmale Schoten mit kleinen, rundlichen Samen bilden, die teilweise hell oder dunkel gef\u00e4rbt sein k\u00f6nnen. Die Vermehrung erfolgt haupts\u00e4chlich durch Aussaat im Sommer, wobei unter g\u00fcnstigen Bedingungen auch Selbstaussaat auftreten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Goldlack ist nur begrenzt frosthart und \u00fcberwintert gr\u00fcn, es sei denn, die Fr\u00f6ste sind zu streng oder anhaltend, was zum Absterben der Pflanzen f\u00fchren kann. Die Hauptbest\u00e4uber sind Bienen und Hummeln.<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die Verwendung wurde der Goldlack aufgrund seines Dufts gesch\u00e4tzt und fand in der Naturheilkunde Anwendung bei Juckreiz, Geschw\u00fcren, Milzerkrankungen sowie zur F\u00f6rderung von Menstruation und Geburt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Goldlack giftige Inhaltsstoffe wie herzwirksame Cardenolide (Cheiranthin) enth\u00e4lt und daher nicht zur Selbstmedikation geeignet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Geschichte war der duftende Goldlack im Garten weit verbreitet, ist jedoch heute weniger h\u00e4ufig anzutreffen. Er erfordert Aufmerksamkeit und einen gesch\u00fctzten Standort aufgrund seiner Herkunft aus S\u00fcdeuropa und seiner Empfindlichkeit gegen\u00fcber niedrigen Wintertemperaturen. Oft wird er als Zweij\u00e4hrige gezogen, im Fr\u00fchsommer ausges\u00e4t und entwickelt sich bis zum Herbst zu einer kr\u00e4ftigen Pflanze, die im folgenden Sommer bl\u00fcht. F\u00fcr die Selbstaussaat sollte der kr\u00e4ftigste Trieb ausreifen d\u00fcrfen. Um besonders sch\u00f6n bl\u00fchende Pflanzen sortenrein zu erhalten, k\u00f6nnen Stecklinge verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Siehe auch <em>https:\/\/susanna-komischke.de\/pflanzenwiki\/index.php\/Goldlack_(Cheiranthus_cheiri)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Goldlack (Erysimum cheiri) ist in S\u00fcdeuropa rund um das Mittelmeer heimisch. Pflanzenliebhaber brachten ihn nach Mitteleuropa, wo er verwilderte. 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