{"id":698,"date":"2023-06-09T14:03:29","date_gmt":"2023-06-09T14:03:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/?page_id=698"},"modified":"2023-09-16T23:31:58","modified_gmt":"2023-09-16T23:31:58","slug":"bis-1985","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/index.php\/elementor-660\/bis-1985\/","title":{"rendered":"Vom Ende der sechziger Jahre bis 1985"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"403\" src=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-719\" srcset=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten9.png 400w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten9-100x100.png 100w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten9-298x300.png 298w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten9-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bedingt durch einen wirtschaftlichen Aufschwung nie dagewesenen Ausma\u00dfes, tritt ein gro\u00dfer Wandel ein. Dieser hat mehreres beg\u00fcnstigt: 1. Intensivierung der Pflan- zenz\u00fcchtung mit Schaffung ertragreicherer, gegen Krankheiten widerstandsf\u00e4higerer Sorten, aber auch in st\u00e4ndigem Kampf mit den zunehmenden Pilz- und Viruskrank- heiten. 2. Kunstd\u00fcnger wird allgemein und reichlich angewendet, so da\u00df man unsere anspruchsvollste Getreideart, den Weizen, nun auch auf armen und flachgr\u00fcndigen B\u00f6den sieht, wo dieser fr\u00fcher nie angebaut worden war. 3. Maschinen ersetzen weitgehend die Handarbeit. Siegeszug des Treckers und dadurch Rationalisierung: 4. Die chemische Unkrautbek\u00e4mpfung und die chemische Regulierung der Wuchsh\u00f6he bei Getreide. In der Feldflur herrscht das Bild starker Vereinheitlichung und steriler Reinheit, da die bunt bl\u00fchenden Unkr\u00e4uter den Chemikalien gewichen sind. Ausgeschieden sind die blau bl\u00fchenden Leinfelder (als wenn ein St\u00fcck blauer Himmel in die Feldflur getaucht ist). Ausgeschieden sind die gro\u00dfen, sparrig aussehenden Hanffelder. Ausgeschieden sind die rot und wei\u00df bl\u00fchenden Mohnfelder. Gespinstpflanzen gibt es keine mehr, F\u00e4rbepflanzen gibt es keine mehr. An Getreidearten sieht man nun Weizen und Gerste am meisten. Der viele Mais dient als Futterpflanze. Hafer ist gegendweise reichlich zu sehen, Roggen aber nur noch wenig. Dinkel wird vermehrt angebaut, doch lediglich in einigen Teilen S\u00fcdwestdeutschlands. Von den fr\u00fcher angebauten vier \u00d6lfruchtarten sieht man nur noch den Raps, diesen aber seit einigen Jahren praktisch in allen Gegenden, infolge der Subventionierung durch die Europ\u00e4ische Gemeinschaft. Im erwerbsm\u00e4\u00dfigen Gem\u00fcsebau herrscht ebenfalls die Rationalisierung mit Beschr\u00e4nkung auf wenige ertragreiche Arten und Sorten. Aber f\u00fcr die privaten Nutzg\u00e4rten gibt es neu aufgekommene Arten f\u00fcr Freilandanbau: Chinakohl, Zichoriensalat, Radicchio und Zucchini. Brokkoli ist unproblematischer zu ziehen als allgemein angenommen wird. Davon machen Gartenliebhaber in zunehmendem Ma\u00dfe Gebrauch. Andere Arten von fr\u00fcher werden wieder \u00bbentdeckt\u00ab und sind ebenfalls im Aufw\u00e4rtstrend, wie z. B. Pastinaken als empfehlenswertes Gem\u00fcse f\u00fcr den Winter und die gem\u00fcsearme Zeit des Fr\u00fchjahrs. Weitere w\u00e4ren es wert, wieder angebaut zu werden: Herbst- und Mair\u00fcbchen sowie R\u00fcbstiel (= Stielmus) als billiges Alltagsessen; Zuckerwurz, Wei\u00dfwurzel und Spargelerbse als delikate Besonderheiten u. a. Denn Vielfalt ist f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung zur St\u00e4rkung der Widerstandskraft ebenso wichtig wie Abwechslung. Auch w\u00e4chst die Lebensfreude f\u00fcr den, der viele Gew\u00e4chse sieht oder zieht und der mehr dar\u00fcber wei\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedingt durch einen wirtschaftlichen Aufschwung nie dagewesenen Ausma\u00dfes, tritt ein gro\u00dfer Wandel ein. Dieser hat mehreres beg\u00fcnstigt: 1. Intensivierung der Pflan- zenz\u00fcchtung mit Schaffung ertragreicherer, gegen Krankheiten widerstandsf\u00e4higerer Sorten, aber auch in st\u00e4ndigem Kampf mit den zunehmenden Pilz- und Viruskrank- heiten. 2. 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