{"id":653,"date":"2023-06-08T14:48:34","date_gmt":"2023-06-08T14:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/?page_id=653"},"modified":"2023-06-09T11:24:59","modified_gmt":"2023-06-09T11:24:59","slug":"frueh-und-hochmittelalter-800-1300","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/index.php\/elementor-660\/frueh-und-hochmittelalter-800-1300\/","title":{"rendered":"Fr\u00fch- und Hochmittelalter (800 &#8211; 1300)"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"399\" src=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-654\" srcset=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten.png 400w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten-100x100.png 100w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten-300x300.png 300w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Plfanzennachrichten-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Klosterg\u00e4rten und den kaiserlichen Krong\u00fctern werden eine Menge neuer Pflanzenarten aus Italien eingef\u00fchrt und gezogen. Es sind besonders Gem\u00fcse-, Salat und Arzneipflanzen sowie K\u00fcchenkr\u00e4uter. Wichtige Pflanzen waren Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Porree, Sellerie, R\u00fcben und\/oder Mangold, Lattich (Salat), Pastinaken und\/oder M\u00f6hren, Gro\u00dfe Bohnen, Kohl, Kohlrabi, Garten-Melde und Rettich, Weniger wichtig m\u00f6gen Gurken (?), Melonen (?), Gr\u00fcne Bohnen Vigna (?), Kichererbsen und Schwarzes Gem\u00fcse (<em>Smyrnium<\/em>) gewesen sein. Bei den Ackerfr\u00fcchten hat sich mit dem Beginn des Mittelalters ein entscheidender Wandel vollzogen. Roggen ist zur Hauptgetreideart geworden, bedingt durch die Herbsteinsaat und die eiserne Pflugschar, welche die Scholle beim Pfl\u00fcgen umwendet. (Der \u00bbWendepflug\u00ab ist in den ersten Jahrhunderten n. Chr. in den Nordseemarschen erfunden worden. Bis dahin und sonst nutzte man den furchenziehenden Haken). Im Rheinland war au\u00dfer Roggen auch Hafer eine viel angebaute Getreideart. In Ostdeutschland spielten au\u00dfer Roggen auch Hirse, Weizen und Gerste eine gro\u00dfe Rolle. An weiteren Feldfr\u00fcchten waren Lein und Ackerbohnen am wichtigsten, w\u00e4hrend Linsen und Erbsen nur auf den Bereich der Mittelgebirge beschr\u00e4nkt sind. Zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert taucht Hanf mehrfach auf, im 12. Jahrhundert auch Krapp, doch dieser in geringer Menge. Er war am meisten in Frankreich als F\u00e4rbepflanze f\u00fcr Rot&#8217;verbreitet. Im 13. Jahrhundert werden zwei weitere F\u00e4rbepflanzen wichtig: Waid f\u00fcr Blau mit Schwerpunkt in Th\u00fcringen (um Erfurt). Es gab aber auch Waidf\u00e4rber im Rheinland (K\u00f6ln, J\u00fclich, Koblenz). Die andere F\u00e4rbepflanze war Gilbkraut (<em>Reseda Iuteola<\/em>), das wei\u00dfes Zeug gelb und blaues gr\u00fcn f\u00e4rbt. An Nahrungs- pflanzen erscheinen Spinat und Spargel, beide aber wohl noch selten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Klosterg\u00e4rten und den kaiserlichen Krong\u00fctern werden eine Menge neuer Pflanzenarten aus Italien eingef\u00fchrt und gezogen. Es sind besonders Gem\u00fcse-, Salat und Arzneipflanzen sowie K\u00fcchenkr\u00e4uter. 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