{"id":205,"date":"2023-04-15T09:55:30","date_gmt":"2023-04-15T09:55:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/?page_id=205"},"modified":"2023-10-05T17:35:12","modified_gmt":"2023-10-05T17:35:12","slug":"die-rose-rosa","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/index.php\/pflanzenlisten\/zierpflanzen\/die-rose-rosa\/","title":{"rendered":"Die Rose (Rosa)"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Vielfalt innerhalb der Pflanzengattung der Rosen (Rosa), urspr\u00fcnglich nur auf der Nordhalbkugel heimisch, ist immens. Die K\u00f6nigin der Blumen wird seit langer Zeit gez\u00fcchtet. Verschiedenste Farben, Bl\u00fctenf\u00fcllungen und Wuchsformen sind seither entstanden, selbst ein eigener Wissenschaftszweig, die Rhodologie, besch\u00e4ftigt sich mit dieser F\u00fclle. Vielfach beschrieben ist auch die Abwehr der Rose. \u201eDie sch\u00f6nsten Rosen tragen die sch\u00e4rfsten Dornen\u201c, wird Ovid in den Mund gelegt. Jene Dornen sind aus botanischer Sicht allerdings keine Dornen, sondern Stacheln. Sie k\u00f6nnen im Gegensatz zu echten Dornen, wie sie z. B. die Robinie tr\u00e4gt, leicht abgebrochen werden. Beide dienen aber dem gleichen Zweck: dem Schutz vor Fra\u00dffeinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die pr\u00e4chtigen und oft duftenden Bl\u00fcten sind zwitterbl\u00fctig und besitzen bis zu 200 Staubbl\u00e4tter. Durch Z\u00fcchtung wurden diese Staubbl\u00e4tter bei vielen Sorten in farbige Kronbl\u00e4tter umgewandelt. So entstanden gef\u00fcllte Bl\u00fcten, die als sehr dekorativ und damit als gut verk\u00e4uflich gelten. Allerdings fehlen in diesen Bl\u00fcten die Pollen f\u00fcr die Insekten, die in unserer mittlerweile bl\u00fctenarmen Umwelt zunehmend keine Nahrung mehr finden. Selten produzieren die Bl\u00fcten Nektar. Dadurch sind etliche Insekten von der Best\u00e4ubung ausgeschlossen, nur pollensammelnde Insekten, wie einige Gruppen von K\u00e4fern, Bienen und vor allem Fliegen, sind f\u00fcr die Best\u00e4ubung der Rosen vorgesehen. Aus einer best\u00e4ubten Rosenbl\u00fcte entsteht eine Hagebutte, die als Sammelnussfrucht bezeichnet wird. Der Bl\u00fctenboden w\u00e4chst hierbei um einzelne N\u00fcsschen herum und bildet dann die Hagebutte. Diese f\u00e4rbt sich mit der Reife orange-rot und bleibt auch nach dem Laubabwurf am Strauch, was sie zu einer beliebten Herbstdekoration macht. Ihr Achsenbecher ist reich an Vitamin C und wird f\u00fcr die Herstellung von Marmelade, Wein und Tee verwendet, die einen sehr eigenen, s\u00fc\u00df-s\u00e4uerlichen Geschmack haben. Hagebuttenprodukte werden gegen verschiedenste Leiden eingesetzt: Erk\u00e4ltungskrankheiten, Darmerkrankungen, Gallenleiden, sogar Gicht und Rheuma sollen sie bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\"><\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"511\" height=\"750\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-206\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Copie_de_la_Vierge_au_buisson_de_roses_Schongauer.jpeg\" data-object-fit=\"cover\" srcset=\"https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Copie_de_la_Vierge_au_buisson_de_roses_Schongauer.jpeg 511w, https:\/\/www.wiprechtsgarten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Copie_de_la_Vierge_au_buisson_de_roses_Schongauer-204x300.jpeg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<p>Den Titel &#8222;Die Madonna im Rosenhag&#8220; tragen einige Bilder der Kunstgeschichte. Der Bildtyp der Madonna im Rosenhag ist um 1400 bis 1420 am franz\u00f6sischen Hof entstanden. Beispiel hierf\u00fcr ist die 1404 in Paris geschaffene Goldschmiedearbeit \u201eGoldenes R\u00f6ssl\u201c (Abbildung dort) genannt, die sich heute in Alt\u00f6tting befindet. Sie entspricht dem Typus der Madonna Humilitas (Muttergottes der Demut) aus der niederl\u00e4ndischen Kunst.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>In Persien wird die Rosenbl\u00fcte besonders intensiv genutzt: aus den Bl\u00fctenbl\u00e4ttern wird durch Destillation Rosen\u00f6l gewonnen. Als Nebenprodukt entsteht Rosen-Hydrolat, welches als Rosenwasser zum Trinken, f\u00fcr Speisen und f\u00fcr Kosmetika verbreitet und bis heute in der iranischen K\u00fcche gerne verwendet wird. Auch in der europ\u00e4ischen Geschichte wurden heimische Wildrosen genutzt. So beschreibt Hildegard von Bingen in ihrem Werk Physica die Rose-Salbei-Mischung folgenderma\u00dfen: \u201eUnd wer j\u00e4hzornig ist, der nehme die Rose und weniger Salbei und zerreibe es zu Pulver. Und in jener Stunde, wenn der Zorn ihm aufsteigt, halte er es an seine Nase. Denn der Salbei tr\u00f6stet, die Rose erfreut.\u201c (Physica 1, 22)<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Thea Lauthenschl\u00e4ger, Die Rose (Rosa). In: Balsambeet und Rosenhag. Maria H\u00e4usl, Victor Lossau (Hgg.). Stuttgart 2021.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vielfalt innerhalb der Pflanzengattung der Rosen (Rosa), urspr\u00fcnglich nur auf der Nordhalbkugel heimisch, ist immens. Die K\u00f6nigin der Blumen wird seit langer Zeit gez\u00fcchtet. Verschiedenste Farben, Bl\u00fctenf\u00fcllungen und Wuchsformen sind seither entstanden, selbst ein eigener Wissenschaftszweig, die Rhodologie, besch\u00e4ftigt sich mit dieser F\u00fclle. 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